Ich habe eine Schwäche. Eine große.

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Ich habe eine Schwäche. Eine große.

Ich habe eine Schwäche. Eine große. Meine Schwäche sind meine Gedanken.
Mein Gedankenkarussell. Ohne Anfang. Ohne Ende. Ohne Ausstieg. Besonders bei Gedanken, die mir im Nachhinein so glasklar erscheinen und die Kreise des Karussells trotzdem immer enger werden. Ich kann mich nicht lösen und drehe mich immer weiter. In meinem privaten Karussell.
Meine Schwäche sind meine Gedanken über meine eigenen Fehler. Sie sind mein vertrautes Karussell. Ich hätte es wissen können. Ich hätte es vermeiden können. Ich hätte es besser machen können.Immer im Kreis. Immer weiter. Immer schneller. Nicht aufhören. Bloß nicht aufhören. Das hieße es könnte enden im Karussell meiner Gedanken. Sondern: Immer schneller im Karussell. Solange bis sich alle Insassen enger an die Griffe der Pferde klammern. An die Holzpferde mit den gruseligen toten Augen. Und niemand loslassen kann. Schon gar nicht ich. Festklammern am Karussell. Am Gedankenkarussell.

Ich hätte es wissen können. Ich hätte es vermeiden können. Ich hätte es besser machen können. Immer im Kreis. Immer schneller im Karussell. Tagelang. Wochenlang. Monatelang. Ohne Ausstieg. Keine große Sache für andere – für mich: verweinte Weihnachten 2016.

Und nun wieder. Wieder tagelang. Wochenlang. Monatelang. Ich hätte es wissen können. Ich hätte es vermeiden können. Ich hätte es besser machen können. Fehler! Immer im Kreis. Fehler! Immer schneller im Karussell. Solange bis sich alle Insassen enger an die Griffe der Pferde klammern. Und niemand loslassen kann. Schon gar nicht ich.Keine große Sache für andere – für mich: verweinte Weihnachten 2017. Und die Erinnerung daran.Festklammern am Karussell. Am Gedankenkarussell.


So klammere ich mich fest. An den harten holzigen Griffen meiner eigenen Fehler. Lasse sie nicht los. Die gehören fest ins Sortiment des Karussells.

Ich hätte es wissen können. Ich hätte es vermeiden können. Ich hätte es besser machen können. Es dreht sich und dreht sich. Mir wird schlecht. Vom fehlerbeladenen Karussell.

Wer hält den AN Knopf gedrückt?

Und ich verstehe immer wieder. Niemand hält den AN Knopf des Karussells gedrückt. Nie der Kritisierende, nie der Versetzende, nie der Wegschiebende, nie die Konsequenzen, nie der Andere. Sondern ich. Meine Gedanken über meine Fehler hindern mich. Dann versuche ich meine Fehler los zulassen. Das einzige was mich noch auf dem Karussell hält. Die Verbindung zwischen mir und dem Sitz. Mein Gedankenkarussell. Einzig und allein das Festhalten meiner Fehler.

Es wird langsamer. Irgendwann wird es stehen bleiben. Und dann finde ich den AUS Knopf. Für immer. Das weiß ich.

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