München - Geheimtipps

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München - Geheimtipps

Ich erlebte München zum zweiten Mal.

Dieses Mal nahm ich die Stadt von einer anderen Seite wahr. Nicht von der „Ich fotografiere mit den Touristen den Marienplatz“ – Seite, sondern die „Ich wurde von einem Obdachlosen am Bahnhof mit Bier begossen und trotzdem hat München für mich was Besonderes“ – Seite. Eine Freundin und ich besuchten eine Freundin und ihren Freund.

Mein Schlagwort des verlängerten Wochenendes war: „Darm“. Das passiert, wenn der Gastgeber heilpraktisch unterwegs ist. Er schickte uns mit dem Satz „Die komischen Männer sind die guten Partner“ in die Küche und verwies auf einen riesigen Medizinschrank. In Menschengröße. Pillen. Alles Naturprodukte. Vor dem Essen gab es einen Löffel Öl und 6 grüne Pillen mit Zwiebel und Knoblauch. „Wir müssen den Darm sanieren“ war die Devise. Ein lustiger psychologischer Abend. Und ja, ich bin da experimentierfreudig mit den Pillen – auf Naturbasis natürlich…

Samstag.

Der Samstag war mit dem Schloss Nymphenburg noch sehr touristisch. Danach spazierten wir durch Münchens alternatives Viertel: Das Glockenbachviertel. Dies ist allerdings nicht allzu hipster, da es die Münchener mit dem Hipster-Sein einfach Null drauf haben. Meine Empfehlung ist ein Biergarten mit wenigen Touris. Besser als der Englische Garten: Der Biergarten „Zum Flaucher“. Ach, ich liebe einfach Leberkäse.

Sonntag.

Wenn man einen Trip nach München plant, dann MUSS man in die Berge. Wir besuchten die bayrischen Voralpen und bestiegen den Heimgarten (ca. 1100 Höhenmeter). Ich war zum ersten Mal im Hochgebirge und habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Vergleich zu meinen Freunden eine sehr langsame Wanderin bin. Ich kam dann eine halbe Stunde später an und zwischendurch echt an meine Grenzen. Aber der Blick ist unglaublich eindrucksvoll. Ich liebe die Berge.

Im Gasthaus „Zur Mühle“ fiel mir auf, dass bayrische Bedienungen für meinen Geschmack sehr unfreundlich sind. Soll wohl in Bayern generell so sein…

Montag.

Ich habe Münchens Karibik kennengelernt. Absolut warme Empfehlung: Das Isarufer. Das Wasser ist unglaublich türkis. In München scheint der FKK Trend aufzuleben. Da soll noch mal einer was über die Ossis sagen. Überall Nackte und zwar egal, ob im FKK Bereich oder einfach mal zwischen all den Bekleideten.

Nachdem wir noch ausgiebig quatschten und chillten, sind wir tiefenentspannt und in letzter Minute am Bahnhof angekommen. Irgendwie passiert mir das in letzter Zeit häufig, ich verpasse ständig fast meine Züge und Flüge. Und somit endet dieser unfassbar tolle Ausflug. Entspannt und einfach mal raus aus dem Alltag.

Abschließend ist zu sagen: Meine Bayernliebe wächst und wächst.  

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